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Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit

Pädagogische Ansätze

Das Konzept unserer Arbeit beruht auf den Prinzipien der Situationsorientierung, Ganzheitlichkeit und der Kind-Orientiertheit.

Situationsorientiert meint:
die Interessen und Bedürfnisse der Kinder wahr-zunehmen und daraus Angebote zu entwickeln, die der Vorstellungswelt Ihres Kindes entsprechen und gleichzeitig seine Entwicklung fördern.

Ganzheitlichkeit meint:
die gleichzeitige Förderung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motori-schen Fähigkeiten und nicht das Einüben und Erlernen isolierter Fertigkeiten.

Kinderorientiertheit meint:
den Kindern Raum und Zeit für die Entfaltung ihrer eigenen Ideen zu geben.

Wir schaffen Lernsituationen, die für Kinder
• Aufforderungscharakter haben
• auf Freiwilligkeit beruhen
• den Kindern Wahlmöglichkeit und Entscheidungsmöglichkeit bieten
• ihre Eigeninitiative fördern sowie die kindliche Ausdrucksweise unterstützen


Schwerpunkte unserer Arbeit

Lernen im frühen Kindesalter ist in erster Linie Lernen über Bewegung, Spiel und Wahrnehmung. Lernen umfasst Sozialverhalten, emotionales Erleben sowie das Entwickeln der geistigen und motorischen Fähigkeiten. Eine altersgemäße Reife in diesen Bereichen sorgt für Wohlbefinden und trägt somit entscheidend zur ganzheitlichen Gesundheit des Kindes bei.

Einige Beispiele, wie wir dies unterstützen:

• Gesundes Frühstück mit viel Obst und Gemüse

• Vollwertmittagessen für unsere Tagesstättenkinder

• 1x wöchentlich Kinderkochkurs (mit den Kindergartenkindern)

• Tägliches Spiel im Freien (bei Wind und Wetter)

• Tägliche Bewegungsangebote

• Gemeinsame Entwicklung von Regeln und deren Beachtung
U3 Betreuung

Wir betreuen Kinder von 0,4 – 6 Jahren und bieten ihnen eine familienähnliche Atmosphäre für ihre Entwicklung.

Eingewöhnungsphase
Unsere Eingewöhnungsphase verläuft nach den Grundsätzen des „Berliner Eingewöhnungsmodells“, das heißt behutsam und im Tempo des Kindes. Die Eltern begleiten ihr Kind in dieser Zeit ca. 3 - 6 Wochen. Dieser Prozess wird für jede Familie dokumentiert.

Essen und Schlafsituation
Grundsätzlich essen alle Kinder zweimal gemeinsam (vollwertiges Mittagessen und Teepause), das Frühstück findet frei statt. Säuglinge werden nach dem von Eltern erläuterten Essensrhythmus gefüttert.

Jedes Kind kann in ruhiger, reizarmer Umgebung schlafen oder ruhen. Es hat ein eigenes Bett und seine persönlichen Einschlafhilfen wie Schmusedecke usw... Das Einschlafen wird von einer Pädagogin begleitet.



Unser besonderes Profil:
Wir sind ein zertifizierter Bewegungskindergarten


Die Entwicklung des Selbst ist beim Kind überwiegend geprägt von der Körpererfahrung, die es in den ersten Lebensjahren macht. Bewegungserfahrungen unterstützen die kindliche Identitätsentwicklung wesentlich.
Im Rahmen einer vorschulischen Bewegungserziehung werden die so genannten „Grundtätigkeiten“ wie Gehen, Laufen, Springen, Klettern, Werfen, Ziehen, Schieben usw... besonders gefördert.

Unser großzügiges Raumangebot bietet den Kindern die Möglichkeit sich im ganzen Haus zu bewegen. Folgende Räume stehen den Kindern zur Verfügung:

• Gruppenräume mit bodennahen Spielbereichen

• Flure mit Kugelbahnen, Hängematte, Klettermöglichkeiten

• 2 Turnhallen mit Bewegungslandschaften

• Rollenspielräume, die auch für Musik- und Tanz-Angebote genutzt werden

• Kreativ- und Experimentierräume

• Ruheräume und Entspannungsbereiche

Täglich findet eine kurze Bewegungseinheit in der Gruppe und wöchentlich ein angeleitetes Turnangebot in der Sporthalle statt.


Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot für die ganze Familie durch den wöchentlichen „Gute-Laune-Treff“ in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner, dem Sportverein TV Jahn Hiesfeld.

Unser schönes Außengelände sowie die nahegelegenen Spiel-plätze und Waldgebiete unterstützen die Kinder darin, ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben und elementare Naturerfahrungen zu machen. (Waldspaziergänge 1 – 2 mal im Monat)

Das Konzept „Bewegungskindergarten“ geht von der Ganzheitlichkeit des Menschen aus: Denken, Fühlen, Handeln, Wahrnehmen und sich Bewegen sind mit-einander verbundene Tätigkeiten und beeinflussen sich gegenseitig.


Bewegung fördert soziales Verhalten:


• Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme

• Wahrnehmen und Respektieren eigener und fremder Grenzen

• An- und Aufnehmen von Kontakten


Bewegung ermöglicht emotionales Erleben

• Steigerung des Selbstvertrauens und der Selbstbestätigung

• Entwicklung der Bewegungsfreude

• Stärkung kindlicher Handlungsmöglichkeiten

Bewegung fördert geistige Prozesse

• Ausbau des Vorstellungsvermögens

• Stärkung der Gedächtnisleistung

• Entwicklung eigener Lösungsansätze im Spiel und bei Konflikten

Das Spiel „Solange der Mensch spielt, ist er frei“ (F. Siegburg)

Spielen ist ein Grundbedürfnis der Kinder. Spielen ermöglicht Erfahrungen zu machen, sich mit der Umwelt aktiv auseinander zu setzen und gibt Raum zur Weiterentwicklung.

Spielen macht schlau

• Spielen fördert die Kreativität und die Phantasie

• Spielen macht Spaß und fördert die Gesundheit

• Spielen ist Erlebnis

• Spielen ist Handeln der Seele

• Spielen ermöglicht Begegnung mit anderen

• Spielen ist Problemlösen

• Spielen fördert Kooperation

• Spielen ist Darstellung und Ausdruck

• Spielen ist aktive Kommunikation

• Spielen heißt: sich Zeit nehmen und Zeit lassen

Im Freispiel begleiten wir die Kinder, geben situativ Anregungen, unterstützen durch Beobachtung und Spiegeln des Verhaltens.


Bildungs- und Entwicklungsförderung

Der Begriff „Bildung" umfasst nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten. Es geht in gleichem Maße darum, Kinder in allen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern, insbesondere in den sensorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Bereichen. Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit und Identität ist Grundlage jedes Bildungsprozesses (Bildungsvereinbarungen NRW).


Bildungsdokumentation

Die Bildungsvereinbarung schreibt vor, für jedes Kind eine Bildungsdokumentation anzulegen, wenn sich die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten schriftlich damit einverstanden erklärt haben. Für sie ist die Bildungsdokumentation jederzeit einsehbar.

Die Grundlage der Dokumentation ist die gezielte Beobachtung jedes einzelnen Kindes.

Die Ergebnisse ermöglichen uns, für jedes Kind pädagogische Ziele zu erarbeiten, um es so individuell fördern zu können.

Wir überprüfen den Entwicklungsstand mit dem Entwicklungsscreening nach Beller/Beller. Alle Mitarbeiterinnen sind darin geschult. Nach intensiver Beobachtung wird dieses Screening für die 3 –6 jährigen 1 mal im Jahr für die U3 Kinder halbjährlich schriftlich festgehalten. Wir informieren Sie gerne hierzu.
Sprachentwicklung und Förderprogramme

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die Förderung der deutschen Sprache.
Spiele mit Sprache, Lauten und Reimen, Fingerspiele, Abzählverse, Lieder, Quatschlieder, rhythmisches Sprechen, Geschichten, Bilderbücher und Kassetten helfen dabei. Die Anwendung der deutschen Sprache ist Bestandteil des täglichen Miteinanders. Sie wird gegebenenfalls durch spezielle Sprachförderangebote ergänzt.

• Verfahren zur Überprüfung von Lese- Rechtschreibschwäche (BISC)

• Förderprogramm Hören, Lauschen, Lernen (HLL)

• Sprachstandserhebungstest Delfin 4 in Zusammenarbeit mit der Grundschule

• Förderprogramm für die Delfinkinder

• Maxitreff (Spezielle Förderung der Vorschulkinder in allen Bildungsbereichen)
Interkulturelle Erziehung

Uns ist die Akzeptanz anderer Lebensweisen wichtig. Wir fördern dies durch das Kennenlernen unterschiedlicher Religionen, Sprachen und Kulturen.
Körperbewusstsein

Wir möchten die Kinder dahin gehend unterstützen, dass sie ihren eigenen Körper positiv wahrnehmen. Kindern mit einem guten Körperbewusstsein fällt es leichter ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und wenn nötig Grenzen zu setzen.
Sauberkeitserziehung

Die Sauberkeitserziehung orientiert sich am Entwicklungsstand der Kinder. Eine behutsame Begleitung hilft dem Kind ein positives Körpergefühl zu entwickeln.

Die Mitarbeiterinnen sind in der Methode der beziehungsvollen Pflege geschult. Dies beinhaltet den Aufbau eines Bezugs-Erziehersystems, Baby-Talk, bewusste Gestaltung einer liebevollen und zugleich professionellen Beziehung (Nähe und Loslassen).
Sexualerziehung

Jeder Mensch ist von der ersten bis zur letzten Sekunde seines Lebens ein Wesen, das durch seine Sexualität bestimmt wird. Deshalb ist Sexualerziehung in unseren Alltag integriert.

Sexualerziehung hilft, Schritt für Schritt, ein gutes Körpergefühl und Respekt vor dem eigenen Körper und dem anderer aufzubauen. Uns ist eine kindgemäße Sexualerziehung wichtig. Sie stärkt das Selbstbewusstsein und die Beziehungsfähigkeit und trägt so zur Stabilität der Persönlichkeit bei. Bilderbücher, Spiele, Lieder, Aktionen und Gespräche fördern den natürlichen Umgang mit der eigenen Sexualität. Doktorspiele werden zugelassen und beobachtet. Wir unterstützen selbstbestimmte Sexualität.

Regelmäßige Fortbildungen zu diesem Thema (mindestens 1x im Jahr) sind bei uns Standard.

Bei diesem Thema ist uns natürlich der Austausch mit den Eltern besonders wichtig.